Was können Sie zuhause tun?
Kleinkinder sollten vom Durchbruch des ersten Zähnchens bis zum 2. Geburtstag bitte 1x täglich und vom 3. bis 6. Lebensjahr 2x täglich Kinderzahnpasta mit reduziertem Fluoridgehalt (500 ppm) benutzen. (Sie dürfen natürlich auch häufiger Zähneputzen, nur nicht mit fluoridierter Zahnpasta). Geben Sie Ihrem Kind bitte nur eine kleine Menge Zahnpasta. Orientieren Sie sich dabei an der Größe des Fingernagels des kleinen Fingers Ihres Kindes. Nur so können Sie verhindern, dass Ihr Kind zu viel fluoridierte Zahnpasta verschluckt.
Vom 7. Lebensjahr an können Kinder mit einer Juniorzahnpasta mit normalem Fluoridgehalt (1000 - 1450 ppm) oder einer Erwachsenenzahnpasta mit Fluorid putzen und ab dem 8. Lebensjahr zusätzlich täglich eine Mundspülung mit Fluorid oder wöchentlich ein Fluoridgel (z.B. Elmex Gelee) anwenden.
Ihr Kind sollte bitte nach der in Ihrer Zahnarztpraxis erklärten und geübten Zahnputzmethode putzen. Bitte erinnern Sie es daran:
Zähneputzen:
- Immer nach dem Frühstück,
- wenn möglich nach dem Mittagessen,
- immer vor dem Schlafengehen.
Ihr Kind braucht nicht auf Süßes zu verzichten.
Sie sollten aber versuchen, den Konsum einzuschränken und zu steuern.
- Achten Sie auf die versteckten Süßigkeiten wie
Kinderjoghurts, Kinderschokoladen und vor allem auch süße Schnitten.
- Manches Obst, wie z.B. Bananen und Rosinen muss als "Süßigkeit"
eingestuft werden. Auch Honig und Birnendicksaft sind für unsere Zähne
genauso schädlich wie Haushaltszucker!
- Lassen Sie Ihr Kind Süßes nur zu den Mahlzeiten essen. Achten Sie
darauf, dass es insgesamt nicht häufiger als 4-mal am Tag Süßes oder
Gesüßtes isst oder trinkt.
- Süßen Sie nicht grundsätzlich das Essen oder die Getränke Ihres
Kindes. Bieten Sie immer wieder Milch statt Kakao oder Mineralwasser
statt Saft an.
- Geben Sie Ihrem Kind keine mit gesüßten Getränken gefüllten
Trinkflaschen! Auch keine Schnabeltassen oder Sigg-Flaschen
Wasser ist der beste Durstlöscher!
Man könnte es so einfach zusammenfassen:
5 Mahlzeiten am Tag, dazwischen nur Wasser und Karotten!

Eine Alternative zu zuckerhaltigen Süßigkeiten sind solche, die das "Zahnmännchen" Siegel tragen. Mit diesem Qualitätssiegel werden Süßigkeiten (u. a. Schokolade, Bonbons, Kaugummi, Karamellen, Dragees, Pastillen), Hustensäfte und Nahrungsergänzungsmittel sowie Getränke ausgezeichnet, die garantiert wissenschaftlich getestet sind und nachweislich weder Karies noch sonstige Säureschäden an der Zahnoberfläche (Erosionen) verursachen.
